Hötensleben

Sperrgebiet

Erinnerungen im Schatten der Grenze

Ort: Grenzdenkmal Hötensleben Tourzeit: ca. 35 min. Stationen: 12 Laufweg: 2.16 km

Hötensleben war ein Ort, den es offiziell nicht geben sollte. Innerhalb des 500m Sperrgebiets vor der Grenze gelegen, sollte das Dorf kein Magnet für Auswanderer werden, weshalb man es nicht auf DDR-Karten verzeichnete. Damalige Ortsbewohner erzählen von mutigen Fluchtversuchen und Erinnerungen zwischen Stacheldraht und Minenfeldern. So wird das Leben im Schatten der Grenze auf diesem Spaziergang spürbar.

Das Grenzdenkmal Hötensleben zeugt noch heute von der unwirklichen Situation, in denen die Bewohner über vierzig Jahre lang lebten: Wachtürme, Minenfelder und Hundestreifen begrenzten die Ortschaft zu zwei Seiten. Viele Bewohner waren entweder Teil des Grenzkommandos oder erwägten heimlich die Flucht.

Auf zwei Seiten ist die Welt zu Ende und was dahinter liegt, ist so weit weg wie der Mond.

— Bewohner von Hötensleben

Die Tour in Hötensleben

Startpunkt der Tour "Sperrgebiet" ist der zentrale Parkplatz am Grenzdenkmal. Die App wird hier zu einer "emotionalen Begleitung" der vielen Infotafeln, die das Grenzdenkmal säumen. Es sind ganz persönliche Geschichten, Erinnerungen und Eindrücke, die man als Besucher durch die App hören kann und so die informativen Schautafeln um eine persönliche Ebene ergänzen.

Startpunkt: Grenzdenkmal, 39393 Hötensleben

Lokale Partner:

Grenzdenkmalverein e.V. Hötensleben